Beinwurztinktur....birgt wunderbare Kraft in sich und Kranke die sich damit behandeln lassen erreichen rasche Hilfe.

(Nach Maria Treben, Gesundheit aus der Apotheke Gottes).

 

Beinwellblatt
Beinwellblatt

Beinwell (Symphytum officinale)

Der Beinwell ist eine alte Heilpflanze. Er gehört zur Pflanzenfamilie der Rauhblattgewächse (Boraginaceae)

Volkstümliche Namen: Arznei-Beinwell, Beinwurz, Bienenkraut, Gemeiner Beinwell, Gemeine Wallwurz, Wilder Komfrey, Wundallheil.

Verwendete Pflanzenteile: Blätter und Wurzeln.

Inhaltsstoffe: Allantoin, Gerbstoffe, Schleim, Asparagin, Alkaloide, ätherische Öle, Flavonoide, Kieselsäure, Pyrrolizidinalkaloide.

Der Beinwell liebt feuchten Boden und ist daher besonders häufig an Wasserläufen oder in Senken zu finden. Er wächst aber auch in einem eher trockenen Garten. Die mehrjährige Wurzel ist außen schwarzbraun und innen weißlich. Schon früh im Jahr streckt er seine rauhaarigen Blätter aus dem Boden. Die Pflanze ist sehr schnellwüchsig und eine der ersten Pflanzen, die sich buschig wachsend aus dem Boden erheben.Nach wenigen Wochen wachsen Stengel aus den Blättern, die schon Ende April die ersten Blüten bekommen. Die Blüten sind violett oder weißlich-gelb und hängen in kleinen Trauben nach unten.

Wie erkenne ich den Beinwell: 

  • der Beinwell hat große raue Blätter
  • das Blatt läuft am Stängel herab 
  • die zerriebenen Blätter duften nach Gurke
  • aus Blättern und Stängeln tritt beim Zerreiben ein milchiger Saft aus.

Anwendung: Der Beinwell wird vorwiegend äußerlich angewendet, weil die innerliche Anwendung potentiell gesundheitsschädlich sein kann. Die besonderen Stärken des Beinwells sind im Bereich der äußerlichen Anwendung zu finden. Sie reichen von Verletzungen des Bewegungsapparates bis zu schlecht heilenden Wunden.

Äußerliche Anwendung:

Knochenbrüche und stumpfe Verletzungen, traditionell wird Beinwell bei Knochenbrüchen eingesetzt, um das Zusammenwachsen der Knochen zu fördern und den Schmerz zu lindern. Die Wirkstoffe des Beinwells fördern die Kallusbildung bei der Knochenheilung. Eine Schiene beziehungsweise einen Gipsverband kann Beinwell natürlich nicht ersetzen. Im Bereich des Bewegungsapparates wird Beinwell fast gegen jede Art von Beschwerden eingesetzt, besonders bei Verstauchungen, Verspannungen, Arthrose und Krampfadern.

Wundheilung:

Vor allem durch den Inhaltstoff Allantoin hat der Beinwell ausgeprägte wundheilende Eigenschaften.

Er fördert die Granulation bei der Wundheilung, d. h. die Bildung von neuem Gewebe. Allantoin wirkt zudem reizlindernd und entzündungshemmend.

Aufgrund der im Beinwell enthaltenen Spuren von Pyrrolizidinalkaloiden wird empfohlen, den Beinwell nicht bei verletzter Haut anzuwenden.

Wurzel und Blätter:

Die Wurzel enthält beim Beinwell die meisten Wirkstoffe. Daher ist es vor allem die Wurzel, die als Heilmittel Anwendung findet. Am besten und intensivsten ist es, wenn man frische Wurzeln zur Verfügung hat. Trockene Wurzeln können aber auch verwendet werden, sie sind sogar die offiziell als Heilmittel anerkannte Form des Beinwells.

Man kann auch die Blätter verwenden. Sie wirken ähnlich aber nicht so stark wie die Wurzel. 

Salben:

Die bekannteste Zubereitungsform des Beinwells ist die Salbe. Mit Beinwellsalbe kann man die betroffenen Stellen einreiben. Schon seit Jahrhunderten wird aus Beinwellwurzeln eine einfache Salbe gekocht. 

Rezept Beinwellsalbe:

100 g Beinwellwurzeln

100 ml Olivenöl

14 g Lanolin

5 -7 g Bienenwachs

Ergeben 4 Gläschen zu 30 ml.

Die Wurzeln sauber waschen und kleinschneiden, evtl. schälen. Lanolin in einem Topf schmelzen, das Öl zugeben. Die Wurzeln untermischen und ca. 20 Minuten unter ständigem Rühren erhitzen. Nicht kochen lassen, jedoch immer kurz unter dem Siedepunkt halten. Durch ein Tuch seihen, gut ausdrücken, und in den sauberen Topf zurückschütten. Jetzt das Wachs in einem anderen Topf im Wasserbad schmelzen und unter Rühren zu der Öl- Lanolinmischung geben. Nochmals erwärmen, damit sich alles gut verbindet. In Salbentöpfchen füllen. Kühl aufbewahren. Ca. 1 Jahr haltbar.

Inzwischen haben auch Hersteller von Naturarznei die Beinwellwurzel entdeckt und bieten zahlreiche Formen von Beinwellsalben und Beinwellcremes an (z.B. Kytta-Salbe® f und Kytta Balsam® f mit Wärmefunktion oder Traumaplant).

Umschläge:

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Umschläge mit Beinwell anzuwenden.

  • Mit Beinwelltinktur oder Beinwelltee getränkte Baumwolltücher kann man auf verletzte Körperteile auflegen.
  • Man kann auch einen Salbenumschlag anwenden. Dazu trägt man die Beinwell-Salbe messerrückendick auf und bedeckt die Stelle mit einem Tuch.
  • Für einen Breiumschlag zerkleinert man frische Wurzeln oder Blätter, bis ein Brei entsteht. Diesen Brei trägt man auf die betroffene Körperstelle auf und bedeckt es mit einem Tuch.

Alle Umschläge kann man eine bis mehrere Stunden einwirken lassen. Beinwellpulver kann in der Apotheke gekauft werden. 

Innerlich:

In der Volksheilkunde wurde Beinwell gegen zahlreiche Beschwerden innerlich als Tee oder Tinktur oder Pulver eingenommen. Typische innerliche Anwendungsgebiete des Beinwells waren Husten, Verdauungsbeschwerden und Nierenschwäche.

Von der Tinktur gibt man 3 x 25-30 Tropfen, vom Tee 3 x 1 Tasse aus Blättern oder Wurzeln. Auch das Pulver wirkt stark. Zur Beschleunigung der Heilung von großen Wunden, Unterschenkelgeschwüren, Knochenbrüchen, nach Amputationen und Operationen wurden 3 x 1 Teelöffel des Pulvers verabreicht. (Wer dieses klebrige Pulver schlecht schlucken kann, sollte es leicht anfeuchten und mit Tee oder mit Honig zu kleinen Kugeln formen). 

Seit jedoch bekannt ist, dass die im Beinwell enthaltenen Spuren von Pyrrolizidinalkaloiden im Tierversuch mit Ratten die Gefahr von Leberkrebs erhöhen, wird von der innerlichen Anwendung des Beinwells abgeraten. Manche Quellen raten auch nur davon ab, Beinwell regelmäßig und in großen Mengen innerlich einzusetzen.

Beinwell in der Küche

Wegen der Pyrrolizidinalkaloide, die in geringen Mengen im Beinwell enthalten sind, sollte man Beinwell nicht als Nahrungsmittel zu sich nehmen.

Vor allem unter Vegetariern waren Beinwellblätter und die Blätter des nahe verwandten Comfreys, wegen ihres Vitamin B 12 Gehaltes eine Zeitlang sehr beliebt.

Die Blätter lassen sich zu Spinat verarbeiten.

In Bierteig getaucht, kann man sie in der Pfanne ausbacken und essen.

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