Johanniskraut (Hypericum perforatum)

Johanniskraut, Hypericum perforatum
Johanniskrautblüte

Johanniskraut (Hypericum perforatum)

Botanik

20 – 100 cm hohe Staude , im oberen Bereich verzweigte Stengel.
Blätter gegenständig, elliptisch oder eiförmig, 1,5 – 3 cm lang.
Blüten goldgelb, fünfzählig mit schwarz-roten Drüsenschuppen und vielen Staubgefäßen.
Besonderheiten:
- zweikantige Stengel (in der Natur sehr selten!)
- Blätter erscheinen – gegen das Licht gehalten – wie durchlöchert. Es handelt sich um Sekretbehälter, die eine helle Flüssigkeit aus ätherischem Öl und Harz enthalten.
- die gelben Blütenblätter färben sich blutrot, wenn man sie zwischen den Fingern zerreibt. Es handelt sich um einen blutroten Farbstoff, der aus den dunklen Drüsen der Kronblätter stammt.

Geschichtliches und Mythologie

Johanniskraut hat eine alte Geschichte. Es wurde in vorchristlicher Zeit schon verehrt als Sonnenpflanze. Durchdrungen von Licht und Wärme hat es ein heilsames, erhellendes Wesen, das alles Böse und Dunkle vertreibt, ein heiliges Symbol der Druiden. Es wurde gegen Blitzschläge, Lanzenstiche, bösen Zauber und als Liebesorakel und zum Färben verwendet.

Die Griechen haben es verwendet um böse Geister zu vertreiben. Zur Sommersonnenwende, wenn das Johanniskraut in vollster Blüte steht, wurde das Fest der „Hochzeit der Sonne mit der Erde“ gefeiert. Dieses heidnische Fest wurde zur Zeit des Christentums um 3 Tage verschoben, mit dem Heiligen Johannes in Verbindung gebracht und auf „Johanni“ am 24. Juni gefeiert. Das erklärt den Namen „Johanniskraut. Die roten Ausscheidungen der Drüsen symbolisieren das Blut Christi. Johanniskraut ist also eine alte Heipflanze, auch heute noch ist sie als Wildkraut (fast) weltweit anzutreffen.

Wesen der Pflanze

Johanniskraut hat von allen Heilpflanzen die stärkste Beziehung zum Licht. Die Blüten des Johanniskrautes werden von Licht durchtränkt und dieses, in den als schwarze Punkte erkennbaren Öldrüsen der Blätter gespeichert . Das gespeicherte Licht wirkt sich positiv auf die Nerven aus.

Ernte und Aufbereitung

Man sammelt das Johanniskraut, wenn es voll erblüht ist (um Johanni am 24. Juni) in dem man es kurz über dem Boden abschneidet, zu Büscheln vereinigt und in der Luft an schattigem Ort trocknet. Auch die alleinige Sammlung der Blüten ist möglich, damit ist die Wirkung besonders kräftig.

Heilwirkung

Johanniskraut ist vor allem bei Verletzungen, bezogen auf Körper und Seele, wichtig. Auf Wunden wirkt es schmerzstillend, antibakteriell, antientzündlich und zusammenziehend, auf das Nervensystem beruhigend, krampflösend, Angst nehmend und stimmungsaufhellend. Der Kreislauf wird angeregt, ebenso wie die Drüsen der Verdauungsorgane.

Das im Johanniskraut enthaltene Hypericin regt den Zellstoffwechsel und die Zellatmung an, gibt Sauerstoff an die Zellen ab und verbessert im Körper die Lichtaufnahme. Es beruhigt und beeinflusst depressive Zustände.

Anwendungsmöglichkeiten

  • äußerlich als Öl oder Tinktur
  • zur Einreibung oder als Auflage bei rheumatischen Schmerzen, Gicht, Hexenschuß, Muskelschmerzen, Verstauchungen und als Wundheilmittel.      

Nebenwirkungen:

  •  Johanniskraut kann Nebenwirkungen mit folgenden anderen Medikamenten eingehen: das Immunsuppressivum Ciclosporin, das HIV-Mittel Indinavir, sowie Cholesterinsenker, die Pille und weitere Arzneimittel.Bitte informieren Sie sich falls Sie noch andere Medikamente einnehmen.

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