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Lerchensporn

Hohler Lerchensporn

Der Hohle Lerchensporn (Corydalis cava), auch Hohlknolliger Lerchensporn und zum Teil auch Zottelhose genannt, ist eine Pflanze aus der Familie der Mohngewächse (Papaveraceae). Der botanische Name soll sich aus dem griechischen Wort für Haubenlerche ableiten, die Blütenform soll den gespornten Zehen dieses Vogels ähneln.

 

Achtung giftig!
Alle Pflanzenteile sind schwach, die Rhizomknolle jedoch ist stark giftig, diese enthält als Inhaltsstoffe giftige Alkaloide, als wichtigstes Gift wird Bulbocapnin genannt.

 

Botanisches

Blütezeit: März bis Mai.

Vorkommen: Europa; in Mitteleuropa stellenweise häufig, im Nordwesten selten; Auwälder, Gebüsche, Hecken; nährstoffreiche und lockere Lehm- und Kalkböden.

Kennzeichen: Ausdauernde, krautige, bis dreißig Zentimeter hohe Pflanze mit hohler Knolle; Stängel kahl, zweiblättrig; Blätter doppelt dreispaltig, wechselständig, gestielt; Blüten zweiseitig symetrisch, gespornt, rot oder weiß, zu zehn bis zwanzig in endständiger Traube, in den Achseln von eiförmigen, ganzrandigen Tragblättern; Kapsel vielsamig.
Die Pflanze tritt meistens in größeren  Gruppen auf.

Von den zwei äußeren Kronblättern bildet das obere die Oberlippe aus. Die Oberlippe ist nach vorne verbreitert und endet im hinteren Bereich in einem zwei bis drei Zentimeter langen, hakenförmig gekrümmten Sporn. Der Sporn führt reichlich Nektar und lockt insbesondere langrüsselige Insekten zur Bestäubung an. Das untere äußere Kronblatt gestaltet die ebenfalls vorn verbreiterte Unterlippe. Die zwei inneren, kleineren Kronblätter sind weißlich und hängen an ihren Spitzen zusammen.

 

Inhaltsstoffe und Heilwirkung

Heilkunde: Tabernaemontanus (Apotheker, Botaniker, Mediziner im 15. Jahrhundert) beschreibt verschiedene Lerchenspornarten unter dem Namen "Holwurz" und empfiehlt sie vorwiegend als Wundheilmittel, aber auch als schweißtreibende und leberstärkende Arznei sowie "wider alles Gifft".
In der Volksheilkunde wurde die Knolle bei Wurmerkrankungen und Regelstörungen der Frau verwendet.
Die Wurzelknolle wird in industriell hergestellten Fertigpräparaten verwendet, u.a. gegen nervöse Erregungszustände und Schlafstörungen. Die einzelnen Alkaloide haben unterschiedliche Wirkungen: Bulbocapnin verstärkt u.a. die Wirkung von Narkotika und beeinflusst das Zittern bei der Parkinsonschen Krankheit.

Die giftigen Inhaltsstoffe sind, in geringen Dosen, narkotisierend und beruhigend, man verwendete sie früher als Beruhigungsmittel und Narkosemittel.

Von der Einahme der Pflanze ist heute abzuraten, da die Konzentration der Giftstoffe nicht eingeschätzt werden kann.

Auch homöopathische Zubereitungen werden gelegentlich genutzt

Das homöopathische Mittel Corydalis cava stellt man aus den Wurzeln her, die jedoch geerntet werden, bevor die Pflanze erblüht ist. Verwendet wird das Mittel gegen entzündete Augen, bei Atemwegsentzündungen, bei einer schwachen Verdauung und einem auffällig stark klopfenden Herzen.

Nutzpflanze: Die stärkehaltige Knolle soll in Russland als Nahrungsmittel verwendet worden sein (vielleicht wenn es nichts Anderes gab, weil ja stark giftig!!)

 

 

Sagen und Geschichten

Wenn man seine Nase in die Blüte hineinsteckt, so soll man Sommersprossen bekommen.

Räuchert man in der Walpurgisnacht das Haus und die Ställe damit aus, werden die Hexen vertrieben.

Zudem soll der Lerchensporn auch nur dann heilen können, wenn man ihn in der Walpurgisnacht sammelt, genau um 0 Uhr!

Laut Sage soll die Pflanze verdorren, wenn es donnert. Hintergrund dafür war, so denkt man heute, dass die ersten Gewitter im Sommer erst dann kamen, als die Pflanze sowieso schon ihre beste Zeit hinter sich hatte...

Wenn die Samen schon am ersten Mai reif waren, so sagte man, dass ein gutes Jahr für den Wein kommen würde.

 

Anbau im Garten

Die meisten Arten und Sorten des Lerchensporns bevorzugen einen humusreichen, durchlässigen Boden im Halbschatten.

Die beste Pflanzzeit ist von Mitte September bis Oktober. Die Pflanzen sind oft in Töpfen vorkultiviert erhältlich. Aber auch die reinen Knollen werden im Handel angeboten. Man setzt sie fünf Zentimeter tief und in einem Anstand von etwa zehn Zentimeter in die Erde.
Der Lerchensporn benötigt keine besondere Pflege. Breitet sich die Pflanze zu stark aus, entfernt man die störenden Exemplare. Wer verhindern möchte, dass sich die Pflanzen durch Selbstaussaat im Garten ausbreitet, sollte die welkenden Blüten vor der Samenreife entfernen.

Der Hohle Lerchensporn braucht  im Garten einen leicht absonnigen bis vollschattigen Platz mit humusreichem, feuchtem Boden. Solch einen Standort finden man zum Beispiel oft unter Laubbäumen und -sträuchern, weshalb sie gut zur Unterpflanzung mit Lerchensporn geeignet sind. Hier können die Knollenpflanzen zudem ungestört ihre Sommerruhe verbringen.

Möchte man Lerchensporn in Töpfen aussäen, ist zu berücksichtigen, dass er zu den Kaltkeimern gehört. Die ausgesäten Samen müssen einer längeren Kälteperiode ausgesetzt werden, damit sie keimen.
Die knollenbildenden Arten breiten sich auch über Brutknollen aus, weshalb rasch große Bestände entstehen. Will man sie gezielt vermehren, gräbt man die Knollen im Spätsommer oder Frühherbst aus und setzt sie an der gewünschten Stelle wieder in die Erde. Zuvor lässt man die Schnittflächen etwas antrocknen.
Rhizombildende Arten wie der Blaue Lerchensporn lassen sich teilen. Das geschieht am besten direkt nach der Blüte. Dazu gräbt man den Wurzelstock der Pflanze aus, trennt ihn vorsichtig in mehrere Teilstücke und pflanzt diese direkt wieder ein

 

Eine frühe reiche Nektar- und Pollenquelle  

Der Nektar des Hohlen Lerchensporns stellt im zeitigen Frühjahr gerade für langrüsselige Bienen (Pelzbienen) und langrüsseligen Hummelköniginnenarten (Garten u. Ackerhummel) nach der langen Winterruhe eine sehr wertvolle Nahrungsquelle dar. Über die Blütenöffnung saugen sie aus dem langen Sporn den Nektar heraus. Als Honigräuber treten kurzrüsselige Hummelköniginnenarten (Erd-, Stein-, Baum- und Wiesenhummel) und Honigbienen typisch bei langgespornten Pflanzen in Erscheinung. Sie besitzen einen zu kurzen Rüssel. um an die begehrte Nahrung zu kommen, beißen sie den Sporn von außen an und nehmen, ohne der Bestäubung zu dienen, Nektar auf. Die richtige Bissstelle müssen Hummelköniginnen erst erlernen, um an den reichfließenden Nektar zu gelangen. Besonders häufig stellt sich die Gehörnte Mauerbiene an den blühenden Pflanzen ein um Pollen zu sammeln. Honigbienen sammeln in den Lerchenspornblüten nur Pollen, der in großen gelblich-weißen Höschen eingetragen wird. In gewissen Gegenden ersetzt die Corydalis-Tracht die Weidenpollentracht. Die in der schotenförmigen Kapselfrucht des Lerchensporns enthaltenen reifen schwarzen Samen besitzen fettreiche weiße Anhängsel, weshalb diese von den im Wald lebenden Ameisen sehr begehrt sind und verschleppt werden und somit zur Verbreitung der Samen mit beitragen.

Quelle:

https://www.hummelfreund.com/rezepte-futterpflanzen/hohler-lerchensporn/

 

 

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